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Rituale für die Seele

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, die Tage werden kurz, die Dunkelheit gewinnt die Oberhand. Es liegt ein besonderes Geschenk in dieser stillen Zeit des Jahres – die Gelegenheit zur Reflektion und zum Innehalten, um mit der Seele ins Gespräch zu kommen.



Die permanente Aktivität im Außen lenkt uns vom Wesentlichen ab. Wenn die Tage kürzer werden, ist das auch eine Zeit, wo wir Menschen aufgefordert werden, uns selbst zuzuhören, der inneren Stimme zu lauschen, die die Botschaften unserer Seele überbringt. Sie hat meist wenig Gelegenheit, zu Wort zu kommen. Wenn wir aber einen Raum für sie schaffen, und unsere innere Stimme einladen, zu uns zu sprechen, schenken wir unserer Seele die Aufmerksamkeit, die sie braucht, auch um uns an ihren Geschenken und ihrer Weisheit teilhaben zu lassen.


Die Seele zu Wort kommen lassen

Unsere Seele spricht mit uns über unsere innere Stimme, die meist von der alltäglichen Aktivität übertönt wird. Überhören wir diese Stimme zu lange, muss sich unsere Seele auf andere Art bemerkbar machen. Z.B., indem sie uns in Situationen bringt, wo wir von anderen Menschen unsere persönlichen Themen gespiegelt bekommen. Sie halten uns den Spiegel vor, solange bis wir die Einladung unserer Seele annehmen und uns darum kümmern.

So weit muss es erst gar nicht kommen. Indem wir einen Raum schaffen, wo wir still werden können und unsere Seele bewusst einladen, zu uns zu sprechen, bekommt sie Gelegenheit, uns an der Hand zu nehmen und liebevoll zu begleiten.

Das kann ein kleines Ritual am Abend sein, wo wir entspannen, eine Kerze entzünden, vielleicht Räucherwerk auflegen und eine Tasse Tee trinken und die Geschäftigkeit des Alltags hinter uns lassen. Diese kleine Dinge – bewusst gemacht – schaffen einen heiligen Raum, und bieten einen Rahmen für das Gespräch mit der Seele.


Das „Seelenschreiben“

Unsere innere Stimme drückt sich gerne beim Schreiben aus. Wenn wir sie einladen und ohne Absicht drauf los schreiben, ohne die Kontrolle über die Ergebnisse haben zu wollen, klappt es am besten. Wir laden unsere Seele ein, sich schreibend auszudrücken, ohne auf Satzstellung oder Form zu achten. Erlauben ihr, zu Wort zu kommen und lassen ihre Botschaft aus dem Stift oder der Tastatur fließen. Mit der Zeit gelingt das Schreiben immer besser und wird flüssiger. Wir müssen uns nur darin üben, den Kopf zurückzunehmen. Vielleicht will daraus sogar ein Seelentagebuch entstehen, ein Notizbuch, das alle deine Seelenbotschaften sammelt.

Das Beginnen fällt in der dunklen Zeit leichter. Wichtig dabei ist, dass du dir explizit Zeit dafür einräumst, auch wenn es nur ein paar Minuten sind, täglich oder auch wöchentlich. Indem du das Ritual regelmäßig zelebrierst, wird es mit der Zeit immer kraftvoller und deine innere Stimme darf dir mehr und mehr Botschaften deiner Seele übermitteln. Vielleicht schenkt sie dir kreative Ideen, die schon länger auf Verwirklichung warten!


Mit unserer Seele spazieren gehen

Im späten Herbst zieht sich die Lebenskraft in der Natur in die Erde zurück, Bäume verlieren ihr Laub, Tiere legen den Wintervorrat an oder bereiten sich auf den Winterschlaf vor. Die Natur macht es vor: auf eine Zeit der Aktivität im Außen im Sommer folgt mit dem Übergang vom Herbst in den Winter eine ruhige Zeit. Ein winterlicher Wald kann uns diese Ruhe wunderbar vermitteln. Alles ist still und nach innen gekehrt, es gibt nichts zu tun.

Eine schöne Gelegenheit, um die Seele zu Wort kommen zu lassen, bietet der Aufenthalt in der unberührten Natur. Dort, wo Bäume, Pflanzen und Tiere in Harmonie leben, darf sich unsere Seele ganz weit ausdehnen und regenerieren. Es muss nicht gleich eine Medizinwanderung sein, auch ein einfacher Spaziergang, wo wir in uns gehen und unsere Seele einladen, zu uns zu sprechen, entfaltet diese Wirkung. Sobald unser Kopf ausgelüftet ist und auf Entspannung umschaltet, können wir die Botschaften empfangen. Manchmal sind es klare Botschaften, dann wieder Begegnungen mit Tieren oder Symbole, die uns ins Auge springen.


Unsere Seele spricht gerne zu uns, wenn wir sie dazu einladen, einen Raum schaffen und ihr zuhören! Es liegt ein großer Segen in dieser Verbindung, die uns gut durch die Wandelzeit bringen kann.

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